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Aus dem Schulleben: Der Schulgarten ist kaninchensicher

Juchhuuu, es wächst!

Und wie es wächst- so gut wie noch nie zuvor! Ich spreche vom Schulgarten, und wenn sich vielleicht manch einer wundert, was daran so besonders ist- füllten seine Erntegaben doch auch schon in den letzten Jahren einige Mensateller- den wollen wir hiermit an unserer Freude teilhaben lassen! Denn wir können dankbar verkünden, dass unser Gartenzaun seit Ende März nun endlich, wirklich endlich- nach Jahren des Wartens- kaninchensicher ist!

Vorbei sind die Zeiten, in denen wir- fast schneller als die Kinder pflanzen konnten- die Beete in Nullkommanichts mit den (ehrlich gesagt hässlichen) Gemüsenetzen abdecken mussten. Und das war ja noch nicht alles: mindestens genauso sorgfältig und schnell musste ja auch jedes Kaninchennäschen große Schlupfloch an den Rändern mit Ziegelsteinen, Ästen und allem, was als Beschwernis dienen konnte, abgedichtet werden.

Wie oft wurden die Netze zum Krauten, Hacken und Ernten weg- und wieder darüber gezogen… Und schwupps- war da schon wieder ein Kaninchen, das sein Mittagessen im Kohlrabibeet fand… Aber… – vorbei!

Und in diesem Jahr wurde gepflanzt, was der Platz in den Beeten hergab: Salate, Kohlrabi, Spitzkohl, Knollenfenchel, Steckzwiebeln, Kürbisse und Zucchini, Mangold und bunter Zuckermais, Artischocken, im neuen Gewächshaus strecken Gurken und Tomaten die Köpfe gen Himmel… Doch eine Frage kam anfangs immer wieder: Müssen wir auch wirklich nichts abdecken? So äußerlich sicher ich diese Frage mit Nein beantwortete, so ungewiss und zögerlich wanderten meine Blicke in den ersten Tagen, nach dem ersten Wochenende, über die frisch gepflanzten Reihen… Kann dieser neue Zaun wirklich alles Unheil in Form hungriger Mitbewohner von uns abhalten? Aber- es wächst einfach!

Und wie herrlich man die sattgrünen Pflänzchen nun beim Wachsen beobachten kann! Es macht einfach Spaß und die Kinder staunen, wie schnell das in diesem Frühjahr geht. Sogar der Zaun selber wurde zur Rankhilfe von Zuckererbse und Stangenbohne und wird nach den Ferien einen grünen und blühenden Mantel bekommen haben.

Hätte mich vor ein paar Jahren jemand gefragt, was ich von Gartenzäunen halte: Niemals hätte ich Lobeshymnen gesungen über solche eintönigen Stahlzäune, „spießbürgerliche, moderne Jägerzäune“, hätte ich vor mich hin gebrummelt und gegen jede Grenze die Faust in die Luft gehalten! So hat mich das Gärtnern in Wolfsburg eines Besseren belehrt und die freche Amsel, die gestern ihren Schnabel so forsch im Kopfsalatherz wetzte, die habe ich großherzig übersehen…

Kommen Sie doch einmal vorbei und schauen Sie über unseren Gartenzaun- vielleicht können auch Sie ganz neue Ansichten genießen!

Für den wachsenden Schulgarten
Nicole Knemeyer

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