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Bewegte Klasse

Bewegte Klasse

Kinder wachsen heutzutage in einer Welt auf, in der sie häufig bereits in der Vorschulzeit Bewegungsmangel ausgesetzt sind. Doch erst durch ausreichende Bewegungsmöglichkeit entsteht die Grundvoraussetzung für die körperliche und seelische Entwicklung eines Menschen und damit auch die Voraussetzung für das Lernen.

Das Bewegte Klassenzimmer

Daher setzen wir mit der „Bewegten Klasse“ bewusst etwas dagegen – in der Klasse 1 bis 4 verfolgen wir dieses Lernkonzept. Stühle und Tische gibt es nicht – dafür jede Menge Raum und freie Gestaltungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, die Holzbänke und Kissen als Hauptinventar bieten.

Das kann so aussehen

Aus Bänken gebaute Riesenrutschen oder ein Geschicklichkeitsparcours laden die Kinder bereits vor dem Unterricht zur Bewegung ein. Da wird Rechnen beim Seilspringen geübt, bekommt das Formenzeichnen als Nachspuren von Bewegung im Raum eine neue, ganzkörperlich erfassbare Dimension, werden Zahlen und Buchstaben in Rhythmus und bewegter Eigentätigkeit erlebnisreich verinnerlicht. Kissen werden zu Steinen in einem Bach, den es zu überqueren gilt. Hinter, unter, auf und vor den Bänken wird Sprache und Rhythmus erlebt. Ein kleines Signal! Emsig zupackend helfen alle Kinder, und in Windeseile stehen die Bänke in Reihen, im Kreis oder anderen Anordnungen. Stille kehrt ein.

Wache Kinder für konzentriertes Lernen

So bewegte, erwärmte und eingestimmte Kinder lassen sich viel interessierter und wacher auf den Lerninhalt ein, können dann auch leise und konzentriert arbeiten und der Erzählung am Ende des Hauptunterrichts zuhören. Zum gemeinsamen Pausenfrühstück schieben die Kinder alle Bänke zu einer großen Essenstafel zusammen. Hier erlebt manch einer erstmals eine gepflegte gemeinsame Mahlzeit mit schönen Ritualen. Die ausgiebige Stärkung und anschließend die Bewegung an der frischen Luft schaffen dann eine gute Grundlage, um nach der Pause in den Fachunterricht einzusteigen – in dem es übrigens auch ganz schön bewegt zugehen kann. Aktivität und Ruhe, Ein- und Ausatmen sollen in gesundem Rhythmus aufeinander folgen, um zur gesunden Entwicklung und Lernfähigkeit beizutragen.