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Waldorfunterricht

Waldorfunterricht

Der Waldorfpädagogik liegt die anthroposophische Auffassung von der Dreigliederung des Menschen zugrunde. Aus ihr ergibt sich das Prinzip der gleichberechtigten Förderung der intellektuell-kognitiven (Denken), der künstlerisch-kreativen (Fühlen) und der handwerklich-praktischen (Wollen) Fähigkeiten der Schüler. Wir fördern jedes Kind individuell gemäß unserer eigenen Pädagogik, ohne Leistungsdruck, Sitzenbleiben und Auslese. Wir entwickeln die sozialen Kompetenzen unserer Schüler. Wir geben Geborgenheit im festen Klassenverband, mit dauerhaften Bezugspersonen, festem Klassenlehrer bis Ende der 6. Klasse und einem Zweier-Team in der 7. und 8. Klasse.

Lernen gemäß der Entwicklung

Waldorfschulen haben besondere Lernmethoden und dementsprechend auch einen eigenen Lehrplan. So wird auch an unserer Schule der Lernstoff nicht etwa auf die verschiedenen Fächer und Klassenstufen verteilt, sondern es wird dabei beachtet, was die Schüler gemäß ihrer Entwicklungssituation benötigen – und zwar fächerübergreifend. Das entscheidende Prinzip unseres Waldorflehrplans liegt also in der Abstimmung der Unterrichtsinhalte und Unterrichtsformen auf die natürlichen Prozesse des kindlichen Lernens. Unsere Schule ist einzügig und nach dem Prinzip einer Gesamtschule strukturiert. Ende der 12. Klasse können die Sek-I-Abschlüsse erlangt werden. Die Fachhochschulreife und das Abitur werden im 13. Schuljahr angeboten.

Schulnoten erst ab Klasse 9

Schulnoten ergänzen erst in der Oberstufe ab Klasse 9 die ausführlichen Zeugnisberichte, in welchen die Klassen- und Fachlehrer jedes Kind in seinem Wesen, seinem Unterrichtsverhalten und seinem Wissensstand beschreiben. Ein „Sitzenbleiben“ gibt es an unserer Schule nicht, jeder Schüler wird innerhalb der Klassengemeinschaft gefördert.

Mit der Bewegten Klasse in die gemeinsame Schulzeit

Kindgerecht beginnt die Waldorfschule mit der „bewegten Klasse“; Spielen, Erzählen, Singen, Malen und Handarbeiten ergänzen Lesen, Schreiben und Rechnen als Lern- und Erfahrungsbereiche. Nebenbei entdecken die Kinder auch in zwei Fremdsprachen andere Welten. Ein offenes Ganztagskonzept gewährleistet in den unteren Klassen die optimale Harmonisierung von Schule und Familie. Gemeinsame Aktivitäten und Aufgaben von Anfang an, wie z.B. die Ackerbau- und Hausbauepochen, Schauspiele und Jahreszeitenfeiern, stärken Selbstwertgefühl und Verantwortungsbewusstsein der Kinder.

Fähig- und Fertigkeiten für den Lebensweg

Alle Kinder haben in unserer Schule die Möglichkeit, ein Musikinstrument zu erlernen. Vielfältiger künstlerisch-handwerklicher Unterricht gibt den Kindern insbesondere in der Zeit der Pubertät viel Raum, ihre schöpferischen Kräfte und Stärken zu zeigen. In Praktika erfahren sie Bezüge zur Berufs- und Arbeitswelt. In der Oberstufe gewährleistet ein differenzierter Unterricht, dass alle Schüler einen für sie optimalen Schulabschluss erreichen. Ein großer Teil jedes Jahrgangs erwirbt nach dem zwölften Schuljahr den Realschulabschluss bzw. nach 13 Schuljahren das Abitur. Mit ihren umfassenden Fähigkeiten nehmen die Schüler selbstbewusst und verantwortungsvoll auch die Herausforderungen der Berufswelt an.